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GESCHICHTE DES ZISTERZIENSERORDENS
Der Zisterzienserorden formte sich während der Wende vom 11. zum 12. Jahrhunderts durch Abspaltung von den Benediktinern, da die praktische Lebensführung in den Benediktinerklöstern zu dieser Zeit deutlich von der ursprünglichen Ordensregel abwich.
Der Name des Ordens leitet sich von dem Kloster Cistercium (französisch Citeaux) in Südfrankreich her, das 1098 von dem später heiliggesprochenen Benediktiner Robert von Molesme gegründet wurde. Der dort entstehende neue Orden übernahm im Grunde die Regel der Benediktiner, unterschied sich aber von diesem durch das Bestreben nach Einheit und straff organisierter Führung mit Zentrum in Citeaux. Auf Citeaux hin waren durch Filialbindungen alle Ordensklöster orientiert; deren Zahl nahm im Mittelalter sehr schnell zu. Die Zisterzienser wollten zu der ursprünglichen evangelischen Armut zurückkehren, was sich Anfangs in der Ablehnung jegliches Reichtums und jeglicher Pracht in der Architektur des Ordens widerspiegelte und auch darin, dass die Klosterkirchen keinen Turm haben durften.
Die Zisterzienser waren konseqent bestrebt, dass benediktinische Motto “Ora et labora” (Bete und arbeite) zu erfüllen, und daher massen Sie der physischen Arbeit, die sie als unverzichtbaren Teil ihres Weges zu Gott betrachteten, einen so grossen Wert bei. Ihre Klöster gründeten sie in bis dahin unbesiedelten Flusstälern, die Umgegend versuchten sie durch ihrer eigenen Hände Arbeit zu kultivieren, und so trugen sie zur Entwicklung und Verbreitung fortschrittlicher wirtschaftsmethoden bei. 






